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Reisebericht März 2011 / September 2010 / März 2010 / März 2009 / Oktober 2008 / März 2008 / Film Arsi Negelli /Auto für Degefa
Reisebericht März 2011
Ende Februar Anfang März waren Gerard und Wim Hoddenbagh wieder in Äthiopien unterwegs. Gerard besuchte Jimma und hielt dort eine Konferenz mit Emmausstudenten ab. Wim war unterdessen für die 1 Euroschule tätig. Sie trafen sich wieder in Debre Zeit, wo es die halbjährliche Mitarbeiterkonferenz gab. Die Themen waren: “Das Vater unser” und “Ein Überblick über den 1 Brief an Timotheus”. Dort waren über 90 Mitarbeiter aus dem ganzen Land angereist. Es war für alle eine ganz besondere Zeit der Gemeinschaft, Ermunterung und des Zeugnisses. Mehrere Brüder und Schwestern gaben Zeugnis von ihrer Arbeit. Während Wim sich am letzten Tag mit organisatorischen Sachen beschäftige, besuchte Gerard ein Gefängnis in Nazreth.
Reisebericht September 2010
Ende September waren Frank Gräsel und Wim Hoddenbagh in Äthiopien. Sie reisten durchs Land - vor allem im Süden. Folgende Städte wurden besucht: Ropi, Woleita und Arba Minch. In allen diesen Städten gab es eine Diplomverleihung. Über Zweien gibt es hier einen Kurzfilm: Ropi und Woleita.
Es ist wirklich erfreulich, zu sehen, wie die Arbeit voran geht. Hier folgt noch das Zeugnis eines Leiters der Kirche in Woleita. Es ist der Text seiner Ansprache anläßlich dieser Diplomverleihung:
Woleita – 30 september 2010
Wir schätzen Sie, weil Sie unsere Kirchen durch die Emmausarbeit unterstützen und befestigen – Wir heißen Sie herzlichst Willkommen!
Die äthiopische Kale Heywet Church hat neun zonale Koordinationsbüros und die “Wolitta Kitten Kale Heywet” ist eins davon. Die “Wollita Kale Heywet” Kirche wurde 1919 durch zwei Frauen und acht Männer gegründet. Diese Kirchengemeinschaft ist in 9 Distrikten aufgeteilt und hat 56 Subdistrikte mit jeweils einer eigenen Dienststelle. Die Dienststelle hier ist eine dieser 56 und heißt “Mesereth Koisha” (grundsätzlicher Krieg). Dieser Name wurde gegeben wegen dem Geschehen mit Ababo Toro Dubusho. Er war einer dieser 10 Gläubigen, die die Kirche hier gegründet haben. Heute umfaßt die “Wollita Kale Heywet Kirche” 1070 örtliche Gemeinden mit insgesamt 968.750 wiedergeborenen Gläubigen. Die meisten der Leute die heute ein Diplom bekommen, sind Pastöre, Älteste oder Evangelisten in diesen lokalen Gemeinden. Manche sind auch Jugendleiter. Die meisten sind keine vollzeitige Mitarbeiter. Manche sind Kaufleute, andere sind Schreiner, wieder andere sind Bauern oder Studenten und dienen sozusagen nebenberuflich in der Kirche. Wir sind so froh, dass wir sowohl Diplom- als auch Zertifikat-Absolventen für den Dienst in unseren Kirchen bekommen. Heute haben wir in der “Wollita Kale Heywet Kirche” 30 Bibelzentren, 30 Koordinatoren und 1.564 Studenten. Ich habe die Emmaus Bibelkurse gesehen: Es sind kleine aber gut vorbereitete Heftchen mit einer kräftigen Botschaft. Im Namen der “Wollita Kale Heywet Kirche”, der hier versammelten Gemeinde und der Absolventen möchte ich sagen: Gott segne Euch!!
E/Gochime (Munea WKHC – Spiritual Department Head)
Heute (März 2011) haben wir mehr als 141 Bibelzentren und über 26.834 Studenten quer durchs Land verteilt. Preist den Herrn dafür! Von diesen Studenten haben schon 2.379 zwölf und 1.188 vierundzwanzig Kurse absolviert.
Wim Hoddenbagh
Ein Auto für Degefa Sedoro
Wir sind sehr dankbar, dass wir zwei größere Spenden erhalten durften, sodass wir ein Auto für Degefa Sedoro kaufen konnten. Wir danken unserem Gott dafür. Er ist sehr froh damit.
Reisebericht März 2010
Vom 6. bis zum 16. März waren Gerard und Wim Hoddenbagh wieder in Äthiopien unterwegs. Erstes Ziel war ein Seminar in Debre Zeit. Diesmal waren etwa 80 von 130 Korrektoren angereist, um von Samstagnachmittag bis Montagabend zusammen zu sein. Es gab Vorträge zu verschiedenen Themen, Austausch über die Arbeit, Zeugnisse von verschiedenen Mitarbeitern. Einige davon kann man sich unter “Zeugnisse” anschauen. Anschließend reiste Gerard zusammen mit Degefa in den Süden des Landes (Diramo / Hosannah) um dort Bibelzentren zu besuchen.
Hier folgt ein kurzer Bericht dieser Reise:
Mittwoch 10. März. 11.20 Uhr erreichen wir nach einer kurzen Reise Durame. Hier gibt es das Hauptbüro für 600 Versammlungen in dieser Umgebung. Auch werden wir hier eine sog. “Graduation” durchführen. Es handelt sich dabei um 54 ECS Studenten, die ihr Diplom bekommen werden. Der Raum wo wir uns treffen, füllt sich langsam und nach einiger Zeit sind es etwa 120 Personen. Es wird gesungen und gebetet. Auch tritt ein Solosänger auf. Ich bekomme ungefähr eine Stunde, um Gottes Wort zu verkündigen. Anschließend werden die Diplomen ausgereicht. Wie fast überall erläutert Degefa auch hier noch einmal die Emmausarbeit und nach einigen Zeugnissen reisen wir weiter in ein nächstes Dorf. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir Damboya. Nach einer Kurzbotschaft zum Thema Mt. 11,28-30 wird die Emmausarbeit vorgestellt. Es wird gesungen und wieder gibt es einige Zeugnisse. 19.00 Uhr verlassen wir den Ort und reisen auf einer wohl sehr schlechten Straße zu unserem “Hotel”, wo wir 20.00 Uhr ankommen. Für Dienstag den 11. März is ein Treffen in Hadiro geplant. Aber letztlich wartet nur der Korrektor auf uns. Enttäuschend. Irgend etwas in der Kommunikation ist schiefgelaufen. Aber wir dürfen ihn persönlich ermuntern. Er ist zuständig für 56 ECS Studenten! Auf unserer Weiterreise geht es nach Shimosheno zu der Frau des Assistenten von Degefa. Diese schätzt den Besuch außerordentlich. Anschließend reisen wir über Hosanna nach Buta Jira und Ziway, wo wir die Nacht verbringen. Am nächsten Tag gibt es eine Versammlung in Koka. Hier habe ich die Gelegenheit anhand von Tit. 2,11-15 etwas weiterzugeben. Von hieraus fahren wir weiter nach Monopol, wo wir den anderen begegnen.
Wim reiste in der Zeit nach Monopol zu seinem 1 Euroschule Projekt. In Monopol hatte er die Gelegenheit ein Seminar zum Thema “Wer ist Jesus Christus?” abzuhalten. Zurück in Addis Abeba gab es eine Besprechung mit Degefa Sedoro über den Stand der Dinge in der Emmausarbeit. Pläne für die Zukunft wurden erörtert. Ein wichtiges Thema war der Anfang einer Emmausarbeit in Ägypten. Am letzten Tag gab es noch ein Gespräch mit einigen führenden Brüdern der Brüdergemeinden in Äthiopien. Sie haben im Westen Äthiopiens viele Gemeinden und sind sehr an der Arbeit mit den Emmaus Bibelkursen interresiert. Für sie wäre es auch interessant, wenn die Kurse in Orominja übersetzt würden.
Sonntag 14. März: 7.30 Uhr werde ich abgeholt für einen Besuch in einer Versammlung in Ambo (126 km westlich von Addis Abeba) Mittlerweile gibt es in Äthiopien 132 Versammlungen mit 130 vollzeitlichen Evangelisten, die alle durch die Versammlungen selbst unterstützt werden. Unterwegs nach Ambo werden einige Evangelisten aus unserem Auto rausgelassen. Sie werden dort, wo sie rausgelassen wurden, in der Versammlung einen Dienst tun. Ich treffe nicht nur einheimschen Evangelisten, sondern auch einen Bruder namens Robert Evie aus Schottland und von Anfang an habe ich einen sehr guten Draht zu ihm. Er arbeitet schon viele Jahre in Äthiopien und bis vor drei Jahren hat er, auf einem Pferd reitend, das Evangelium in den Dörfern verkündet. Er ist 72 Jahre alt und noch immer gesund und munter. Nach einer langen Autofahrt erreichen wir Ambo. Die Versammlung hat schon angefangen und nach einigen Minuten werde ich nach vorne gebeten um den Predigtdienst zu tun. Es gibt zwei Dolmetscher: Einer übersetzt ins Amharische, der andere in Orominjo. Es wird aufmerksam zugehört. Nach der Stunde fahren wir sofort wieder zurück und sammeln die Evangelisten wieder ein. Auf unserer Rückreise nach Addis essen wir noch irgendwo in den Familien. Alles zusammen war es ein sehr schöner Tag.
Am 16. März flogen wir gemeinsam wieder zurück und kamen wohlbehalten zuhause an. Preist Gott dafür.
Wim und Gerard Hoddenbagh
Reisebericht Februar / März 2009
Vom 25. Februar bis zum 6. März waren Gerard und Wim Hoddenbagh wieder in Äthiopien unterwegs. Das Hauptziel war ein Seminar mit allen Korrektoren der Emmausarbeit. Tatsächlich kamen etwa 85 dieser Mitarbeiter aus dem ganzen Land angereist. Es war ein Konferenzzentrum in Debre Zeit angemietet worden, wo wir 2 1/2 Tage zusammen waren. Es wurde ein biblisches Thema durchgearbeitet: Die Stiftshütte. Und sonst wurde ausführlich über die Emmausarbeit selbst gesprochen. Es wurde auch viel Zeit für Zeugnisse eingeplant. Fast jeder Mitarbeiter konnte ausführlich über seine Arbeit berichten. Demnächst erscheint an dieser Stelle ein kurzer zusammenfassender Film über diese Konferenz.
Ansonste n wurden folgende Städte besucht: Matahara, Woliso, Welkite und Obbi. Der Besuch in Matahara war an einem Feiertag. Deshalb kamen einige hundert Geschwister mit Kindern in der Kirche zusammen und durften wir abwechselnd predigen. Es war ein wunderbares Ereignis. In Matahara gibt es sehr viele Emmausstudenten. Auch in Woliso, Welkite und Obbi gibt es Bibelzentren, die wir besuchen durften. Weil das an normalen Arbeitstagen war, kamen weniger Studenten. Aber die kommen konnten, waren alle da! In Welkite durften wir wieder einige Zertifikate und Diplomen ausreichen. das ist immer eine große Freude für die Studenten und auch für uns.
Die Geschwister in Welkite brauchten wirklich Ermunterung. Sie haben vor einigen Jahren eine Kirche gebaut. Kurz danach haben Muslime eine Moschee direkt neben ihrer Kirche gebaut. Seitdem ist es so, dass wenn die Zusammenkünfte anfangen, die Muslime ein Störprogramm starten. Durch die Lautsprecher der Moschee wird allerhand Unsinn verbreitet. Wenn dann die Zusammenkünfte zuende sind, hört das Störprogramm auf. Sich beklagen bei den Obrigkeiten hat nichts gebracht, weil die Gegend zum größten Teil muslimisch ist und einige Politiker, die eventuell etwas machen würden, sogar bedroht wurden. Auf dem Bild sieht man die Moschee.
Leider ist es so, dass es nicht die einzige Gemeinde ist, die in Äthiopien unter Störungen bzw. Verfolgungen zu leiden hat.
Reisebericht September / Oktober 2008
Auf dieser Reise im September bzw. Oktober 2008 waren wir in Bonosha (250 km südlich von Addis Abeba) und anschließend in Desse, Kambodscha, Kemissie und Shenno. Die letzten vier Städte liegen bis 430 km nördlich von Addis Abeba.
In Bonosha bekamen um die 15 Geschwister ihr Diplom, weil sie entweder 12 bzw. 24 Kurse absolviert hatten. Es war für alle eine große Freude! Der Kirchenchor beteiligte sich. Man kann ihn sich hier anschauen.
Anschließend fuhren wir wieder zurück nach Addis Abeba, wo wir Uwe Schäfer vom Flughafen abholten. Dann folgte die lange Fahrt nach Norden. Man fährt zwar durch eine ganz schöne Landschaft, aber etwa die Hälfte der Strecke ist nur schlecht befahrbar. Deshalb brauchten wir mehr als 12 Stunden für die nur 430 km.
In Desse hatten wir ein Seminar, woran sich um die 50 Leute beteiligten. Desse liegt auf etwa 2.400 m Höhe in den Bergen, und es war dort relativ kalt. Anschließend fuhren wir nach Kambodscha. Das liegt auf 1.800 m Höhe. Dort waren wir Samstag und Sonntag. Auch dort hatten wir ein Seminar. Diesmal mit ungefähr 80 Leuten. Als ich am Samstag vorschlug, sonntagnachmittags mit dem Thema weiterzumachen, sagten alle zu, wiederzukommen - was auch geschah! Wenn Sie hier klicken, sehen Sie Degefa Sedoro (unser Mitarbeiter) als Vorsänger in der Kirche. Als Thema hatten wir “Die Stiftshütte”. Es ist ein sehr umfangreiches Thema. Man kann Vieles damit erklären. Und weil es bildhaft ist, ist es gerade für Afrikaner sehr geeignet.

Am nächsten Tag fuhren wir erst nach Kemissie (siehe unten) und anschließend nach Shenno. In Shenno waren wir einen Abend und den ganzen nächsten Tag. Der Raum war klein und stickig. Trotzdem waren dort über 50 Leute, die sich voller Begeisterung die Lektionen über die Stiftshütte anhörten.
Das letzte Seminar war in Nuraera wo es auch unsere Schule gibt (www.1euros.de). Auch hier behandelten wir das gleiche Thema. Diesmal waren 100 Leute von weither angereist um diesen schönen Tag mitzuerleben.
Jedesmal wenn ich in Äthiopien bin und einen Blick in die dortige Arbeit werfen darf, bin ich überwältigt von dem, was der Herr dort wirkt. Ich würde jeden gerne einmal mitnehmen und die dankbaren Gesichter der Menschen dort zeigen. Die Emmausarbeit in Äthiopien wächst sehr schnell.
Im letzten Jahr stieg die Teilnehmerzahl von 12080 auf 19028. Es könnte noch erheblich schneller gehen, wenn mehr Mitarbeiter da wären und auch mehr Geld zur Verfügung stände. An vielen Orten gibt es Wartelisten. Die Korrektoren sind voll ausgelastet und müssen zunächst einmal die Korrekturarbeit bewältigen, die sie im Moment zu tun haben.
Es ist für viele von uns (Europäer) nicht zu begreifen, weshalb diese Menschen die Kurse so gerne machen. Wir sind so übersättigt mit Bibelvorträgen usw.
Könnt Ihr Euch Folgendes in unseren Ländern vorstellen:
Ein Bruder besucht unser Emmausseminar in Kambodscha im Norden Äthiopiens. Er ist den ganzen Samstag und Sonntag anwesend. Anschließend bittet er uns, unser Programm auch in seiner Stadt – 50 km entfernt – vorzustellen. Am nächsten Morgen um 6.30 Uhr (morgens Wohl zu verstehen!) werden wir dort erwartet. Wenn wir eintreffen, warten schon ca 20 Geschwister auf uns. Sie sind gekommen, bevor sie zur Arbeit gehen. Wenn wir hereinkommmen, sind sie am Singen und am Beten. Ich darf eine kurze Botschaft geben und anschließend kann Degefa, unser Mitarbeiter, das Emmausprogramm vorstellen. Es ist nur eine kleine Gemeinde dort in Kemissie. Aber dann erzählen sie uns, dass ihre Kirche in den vergangenen Jahren schon dreimal durch Brandbomben zerstört wurde. Sie leben in einer muslimischen Gegend. Nicht nur ihre Kirche, sondern auch die anderen Kirchen wurden, unter Zulassung der Obrigkeiten, einige Male komplett zerstört. Die Brandspuren kann man jetzt noch sehen. Aber ein junger Bruder sagt mit strahlendem Gesicht: ”Bis vor kurzem war ich auch Muslim, aber ich habe mich bekehrt. Jetzt möchte ich Gottes Wort besser kennenlernen.”
Ein paar Tage später erfuhren wir, dass sich aus den Kirchen in diesem Dorf 160 Geschwister für die Kurse angemeldet haben und ein Bruder nach Addis Abeba unterwegs war, um sie dort abzuholen.
Wie gesagt: Im Moment gibt es 19028 aktive Studenten
15136 Studenten benutzen Kurse auf Amharisch
3892 Studenten benutzen Kurse auf Englisch
Im Moment gibt es 104 Zentren verteilt über das ganze Land
13 dieser Zentren sind inaktiv oder machen nicht gut mit, oder sind ganz neu und existieren weniger als ein halbes Jahr
Die übrigen Zentren sind sehr aktiv und lebendig
Zeugnisse einiger Koordinatoren:
Zeugnis eines Bruders in Siraro-Ropi
Ich heiße Temesgen Ayele. Das heißt: Preist den Herrn!
Ich wohne im Siraro-Ropi district. Das gehört zum Oromiyagebiet im Süden Äthiopiens. Es liegt etwa 390 km südlich von Addis Abeba. Mehr als 80 % der Bevölkerung sind Muslime.
Vor 8 Jahren wurden 10 Gläubige in ihrem Haus durch Muslime umgebracht
Zwei Gemeindeleitern wurden während einer Bibelkonferenz getötet und einer verlor ein Auge
Zwei Kirchen wurden angezündet, aber der Herr half uns und der Plan des Feindes wurde nicht erfüllt. Im Gegenteil: Durch die kraftvolle Botschaft des Evangeliums sind immer mehr Kirchen entstanden. Preist den Herrn!
In Siraro gibt es mittlerweile 25 Kirchen, aber es gab keine Bibelschule und auch keine Möglichkeit, Gottes Wort zu studieren. Aber jetzt hat Gott uns diese Möglichkeit geschenkt: Es sind die Emmausbibelkurse! 210 Geschwister haben sich angemeldet. Leider machen nur 162 tatsächlich mit. Jetzt sind wir beim neunten Kurs angelangt und es ist eine gute Möglichkeit für Älteste, Evangelisten und andere ”Diener” um Gottes Wort zu studieren. Wir sind dabei in Siraro 8 neue Gemeinden zu gründen. Hier versammeln sich 7 bis 24 Gemeindemitgliedern unter einem Baum oder bei jemandem zuhause. Ich bin für diese Gemeinden verantwortlich und Koordinator der verschiedenen Aufgaben. Bitte betet für die Arbeit in Siraro und Umgebung. Besonders dafür, dass wir Muslime für das Evangelium gewinnen mögen.
Zeugnis eines Bruders in Gambela
Ich heisse Abrahma Frissa und wohne und evangelisiere in Süd-Äthiopien. Gambela, wo ich wohne, liegt 777 km westlich von Addis Abeba. In diesem Gebiet ist es extrem heiß, oft über 40° und es ist nicht einfach, in dieser Umgebung zu leben und zu arbeiten. Es kommt noch dazu, dass es hier Transportprobleme gibt. Trotzdem geht die Emmausarbeit hier gut voran. Ich preise Gott wegen dieser Kurse. Ich habe 200 Studenten, die die Kurse auf Amharisch machen und 36, die sie auf Englisch machen. Es sind also insgesamt 236. Sowohl die Evangelikalen als auch Katholiken beteiligen sich. Die Studenten arbeiten mit großem Interesse. Unser nationaler Koordinator hat uns besucht und uns Anweisungen gegeben, wie wir arbeiten sollen. Herzlichen Dank dafür! Meine Studenten leben sehr weit verbreitet. Wenn ich sie erreichen will, muss ich oft ca 40 km laufen. Und das ist in dieser heißen Gegend schon sehr anspruchsvoll! Wäre es möglich, dass man mir irgendein Motorrad zur Verfügung stellt? Bitte bete für mich, dass ich dem Herrn mit aufrichtigem Herzen dienen möge.
Zeugnis eines Bruders in Harar
Mein Name ist Arega Aboye. Ich wohne in Harar, das ist in Ost-Äthiopien Ich habe hier 160 Studenten die Bibelkurse machen. Bis jetzt hat noch keiner sie alle gemacht. Harar ist eine extrem islamische Stadt. Es gibt hier 105 Moscheen. Darum kann man nicht erwarten, dass die Kirche sehr schnell wächst. Bitte betet für Harar und dafür, dass wir im Glauben wachsen.
Zeugnis eines Bruders in Dilla
Ich heisse Beza Bezore und wohne in Dilla 350 km südlich von Addis Abeba. Ich bin verheiratet und habe sechs Söhne und eine Tochter. Ich koordiniere die Emmausarbeit im Gefängnis und auch in den verschiedenen evangelikalen Kirchen. Ich habe 200 Studenten. 145 von ihnen haben die erste Serie gemacht und 25 haben die Diploma-Stufe erreicht. Das heißt: Sie haben 24 Kurse gemacht.
Die Studenten besuchen entweder weiterbildende Schulen, oder sind Studenten, Gemeindeleiter, oder eben Kirchenmitglieder. Sie sind sehr an den Kursen interessiert, weil sie Gottes Wort dadurch kennenlernen können. Überall machen sie in ihrem praktischen Leben Fortschritte, besonders durch Kurse wie
The Guidance to Christian Growth (Wegweisung zum Wachstum im christlichen Glauben)
Christian Living (Wie lebe ich als Christ?)
The Letter to the Romans (Der Römerbrief)
Ich danke dem internationalen und auch nationalen Koordinator für ihre Unterstützung in jedem Bereich.
Zeugnisheft aus dem Gefängnis in Arba Minch
In Arba Minch sind im Gefängnis so viele Männer zum Glauben gekommen, dass Prison Fellowship Ethiopia, das für die Emmausarbeit im Gefängnis verantwortlich ist, ein spezielles Heft mit Zeugnissen herausgegeben hat. Es ist zum größten Teil in Amharisch verfasst, also kann ich das nicht übersetzen, Aber ein kleiner Teil der Zeugnissen sind auch in Englisch zu lesen. Hierunter folgen einige kurze Zeugnisse von Häftlingen
Reisebericht Äthiopien März 2008
Vom 3. bis zum 18. März waren mein Bruder Gerard und ich in Äthiopien. Wir waren dort wegen der Emmaus- und wegen der 1 Euroschulearbeit. Beide Arbeitsbereiche haben uns sehr viel Freude bereitet. Dem Herrn sei Dank hatten wir mit Krankheiten nichts zu tun.
Folgendes stand auf dem Terminkalender:
Emmaustreffen
Unser Mitarbeiter Degefa Sedoro hatte alle Emmauskorrektoren (mittlerweile insgesamt 91) aus ganz Äthiopien nach Addis eingeladen. Zweiundsechzig sind tatsächlich gekommen. Die anderen waren aus irgendwelchem Grund verhindert. Mit den Teilnehmern haben wir einen Film über die Emmausarbeit geguckt. Jeder Teilnehmer bekam die Möglichkeit sich vorzustellen, und über seine Arbeit zu berichten. Es war ein Genuss, sich das alles anzuhören.
Gerard hat dann eine Einleitung auf den Epheserbrief gemacht, während ich die Präsentation von Arnd Bretschneider über “Heilsgeschichtlich Bibellesen” durchnahm. Beide Botschaften wurden sehr gerne angenommen.
Es ist wirklich erstaunlich zu sehen, wie der Herr in Äthiopien wirkt und welche Möglichkeiten es dort gibt. Viele Korrektoren gaben Zeugnis darüber, dass sie Wartelisten haben, weil sie zum einen nicht ausreichend Kurse haben, zum anderen nicht mehr Kapazität haben, noch mehr Kurse zu kontrollieren. Die Arbeit wird sehr ernst gemacht.
Die 1 Euroschule
Wir waren anschließend drei Tage in Monopol, dem Ort, wo die 1 Euroschule gebaut wird.
Die Schule hat gut angefangen. Wir hatten die Gelegenheit in den Schulklassen zu sein, mit den Lehrern und dem Direktor zu reden und Filmaufnahmen zu machen. Diese Filme kann man ab nächster Woche im Internet sehen: www.1euros.de. Im Moment sind 80 Kinder in der Schule. Sie wird zu einer Schule mit 480 Kindern ausgebaut werden. Dies alles wenn der Herr es will und wir noch leben. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Freude und Dankbarkeit dieser Menschen. Das kommt m.E. in dem Film sehr gut nach vorne.
Während ich am Samstag Filmaufnahmen machte, hielt mein Bruder einen Vortrag für 120 Mitarbeiter der verschiedenen Gemeinden in der Gegend: Evangelisten, Hirten und Lehrer.
Mein Ziel ist es, nicht nur eine Schule zu bauen, sondern auch in den Kirchen guten Bibelunterricht zu vermitteln.
Reise nach Süden
Auf unserer Reise nach Süden versuchten wir möglichst vielen Menschen zu begegnen. Degefa hatte arrangiert, dass wir in Nazreth, Coca, Arsi Negelli, Shoshemene, Awasse, Ropi und Butajira Korrektoren und Schülern besuchen konnten. Mal waren es mehr, manchmal weniger Schüler. Aber es ist wirklich ergreifend zu sehen, wie froh die Geschwister mit den Kursen sind.
Ein Bruder in Coca hatte aus Dankbarkeit ein langes Gedicht über die Emmaus Bibelkurse geschrieben. In Awassa bekamen 122 Geschwister ihr Diploma ausgereicht. Um die 40 waren Diplome verweigert worden, weil die Noten nicht gut genug waren – also: es wird nach Vorschrift gearbeitet!
In Arsi Negelli gab eine Schwester Zeugnis darüber, wie sie die Kurse lieb gewonnen hat. Nebenan können Sie ihr Zeugnis sehen.
In Ropi – nur über sehr schlechte Straßen 30 km von der Hauptstraße entfernt erreichbar – warteten 80 Schüler auf uns. Das Dorf liegt in einer muslimischen Gegend. Vor einigen Jahren wurde eine Bombe in die Kirche geworfen. Acht Geschwister kamen dabei ums Leben und viele wurden verletzt. Ein Bruder, der dabei ein Auge verlor, begleitete uns wieder bis an die Hauptstraße. Ein Bruder stand auf und sagte: Er hätte immer studieren wollen, aber hätte nie die Gelegenheit gehabt. Jetzt war die Schule zu ihm gekommen. Und gemeinsam wurde der Herr gelobt und gepriesen.
In Butajira wurden wieder um die 50 Diplomen ausgereicht.
Reise nach Westen
Das letzte Wochenende waren wir in Assosa, nicht weit von der Grenze nach Sudan entfernt.
Dort war eine klein Konferenz geplant. Aber leider lief das ein wenig anders als gedacht. Freitags sollten wir ein Ganztagstreffen haben. Aber weil viele arbeiten mussten, fiel das aus.
Aber der Herr hatte auch damit ein Ziel. Gerade in den T agen als wir dort waren, gab es im Grenzgebiet Probleme. Es wird eine Straße von Assosa nach Bahir Dar gebaut. Dort arbeiten viele Chinesen. Weil in der Vergangenheit 9 Chinesen getötet worden waren, wurden die Chinesen wegen der Probleme nach Assosa geschickt,. Einige dieser Chinesen waren bei uns in Hotel. (Übrigens ein Hotel für € 6,- pro Nacht, wo wirklich nichts gut war. Das ist wirklich ergreifend! Wie man ein Hotel führen kann, wo nichts gut ist: Wenn man den Wasserhahn öffnet, fällt er von der Mauer. Wenn er repariert worden ist, läuft das Wasser nicht weg. Wenn das Wasser weglaufen kann, läuft es über den Boden. Wenn man das Schränkchen öffnet, fällt die Tür raus. Wenn man das Bett verschiebt, fällt das Bett auseinander. Das so nebenbei.) Gut, nach dem Frühstück kamen wir mit einem der Chinesen (er ist Ingenieur) ins Gespräch.
Er berichtete über seine Problematik und seine Angst. Und so kamen wir auf das Evangelium zu sprechen. Es zeigte sich, dass er sehr interessiert war. Wir konnten ihm eine Bibel auf Englisch geben und eine Anleitung, wie man die Bibel lesen sollte. Dann kamen zwei Kollegen. Er stellte sie uns vor und berichtete von seinem Gespräch mit uns. Dann wollten auch sie eine Bibel haben.
Abends und am Samstag gab es dann den Bibelkurs. Gerard durfte über den Römerbrief predigen und ich machte einen Anfang mit dem Thema “Was ist Gemeinde?” Besonders das letzte Thema kam sehr gut an. Ich werde bei folgenden Gelegenheiten dieses Thema öfter durchnehmen. Abends kam dann die große Diplomfeier: 50 Studenten bekamen ihr Diplom. Und der Korrektor dort, gab bekannt, dass er vor hat, in Assosa auch in der Universitat mit den Kursen zu arbeiten.
Zusammenfassung
In Äthiopien gab es Anfang März 13.726 Studenten, die die Kurse in Amharisch machen und 3.925 die sie auf Englisch machen. Also insgesamt 17.651 Studenten. Es gibt 91 Bibelzentren. Dreiundsiebzig davon sind sehr lebendig, elf sind neu, in sieben Städten läuft es nicht so gut.
Die Arbeit wird für Degefa Sedoro zu viel. Es wurden im Norden, Osten, Süden und Westen vier Koordinatoren eingesetzt. Sie bekommen ein kleines Gehalt: € 40,- im Monat.
Degefa Sedoro selbst verdient inklusive Reisegeld € 340,- im Monat. Er braucht eine neue Wohnung, kann sich aber keine leisten. Wir haben versprochen, ihm monatlich € 100,- für eine größere Wohnung zukommen zu lassen.
Weil es Probleme mit der Druckerei gab, haben wir uns auch einen Tag die Zeit genommen, die Druckarbeit ausführlich durchzusprechen. Es wurde neue Vereinbarungen getroffen. Sollten sie nicht eingehalten werden, werden wir eine neue Druckerei suchen müssen.
Alles zusammen genommen: Laßt uns den Herrn für Seine Arbeit und Seine Arbeiter dort herzlichst danken.
Wim Hoddenbagh
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